Marco Klass
Blog & Logistik

Dinge, die beim Möbeltransport garantiert schiefgehen (und wie Sie es verhindern)


Auf dem umkämpften Wohnungsmarkt ist es nicht immer einfach, ein neues Zuhause zu finden. Und selbst wer ein schönes Haus oder eine Wohnung gefunden hat, steht noch vor einer großen Aufgabe: nämlich dem Umzug!

Wie kommt die Erstausstattung in die eigene Wohnung? Wenig Sorgen hat, wer seine Möbel ohnehin neu kauft und vom Möbelhaus liefern lässt. Dieser Service kostet meist nur einen geringen Aufpreis, dafür werden die Möbelstücke von fachkundigen Möbelpackern bis zum Aufstellort geschleppt und auf Wunsch montiert.

Hier sind die sieben häufigsten Dinge zusammengestellt, die beim Möbeltransport schiefgehen - und wie Sie sie vermeiden. Egal ob Ersteinzug oder Umzug: mit diesen Tipps gelingt Ihnen der Einzug in das neue Zuhause entspannt und stressfrei.


Fehler #1: "Das geht doch mit Leichtigkeit"

Beobachtet man Möbelpacker-Profis bei der Arbeit, sieht es ziemlich einfach aus, wie sperrige Gegenstände durch enge Treppenhäuser und Flure bugsiert werden. Doch die Profis machen diese Arbeit jeden Tag und haben dadurch technisches Geschick und die notwendige Kraft in den Armen. Gehen Sie nicht davon aus, als Unerfahrener die gleiche Leistung erbringen zu können. Bitten Sie Freunde um Hilfe, wenn Sie den Umzug selbst bewerkstelligen wollen und kein Umzugsunternehmen beauftragen wollen.


Fehler #2: "Viele Hände, schnelles Ende"

Auch wenn Sie einen großen Freundeskreis haben und jeder Ihre neue Wohnung sehen will: Laden Sie sich am Tag des Umzugs nicht zu viele Helfer ein. Denn je mehr Leute mit dem Transportieren der Möbel beschäftigt sind, desto eher stehen sie sich gegenseitig im Weg. 3 bis 4 Personen reichen aus. (Es sei denn, Sie beziehen eine luxuriöse Villa. Dann können Sie ein Helferteam natürlich am Kronleuchter im Südflügel arbeiten lassen, während sich das andere mit dem Aufbau des Himmelbetts im Nordflügel beschäftigt.)


Fehler #3: "Irgendwie kriegen wir das schon hin"

Einen Umzug erledigt man üblicherweise nur alle paar Jahre. Sie können also annehmen, dass in Ihrem privaten Bekanntenkreis niemand ein Umzugsprofi ist - selbst wenn das Gegenteil beteuert wird. Deshalb sind Sie selbst gefordert und sollten sich rechtzeitig über den Ablauf des Transports Gedanken machen. In welcher Reihenfolge werden die Möbel am besten abgebaut und abtransportiert? Wie viele Möbel passen in den Transporter? Wie viele Umzugskartons brauchen Sie für Kleinteile? Beginnen Sie mit diesen Überlegungen schon mehrere Wochen vor dem Umzugstermin.


Fehler #4: "Huch, die Waschmaschine wiegt aber schwer"

Machen Sie sich nicht bloß Gedanken darum, wie Sie Möbel und Geräte aus der Wohnung hinausbekommen - sondern auch, wie Sie sie verladen. Hilfsmittel wie eine Sackkarre, oder eine Hebebühne erleichtern den Transport. Um das Transportgut während der Fahrt zu sichern, ist ein fester Stand unabdingbar. Dies erreichen Sie beispielsweise mit Zurrgurten. Vorsicht: Wenn Sie für den Umzug einen LKW mieten, sollten Sie unbedingt Fahrpraxis mitbringen. Auch wenn Sie nur einen Transporter mieten, gilt: Voll beladen hat so ein Gefährt ein ganz anderes Fahrverhalten als Sie es vom PKW gewohnt sind.


Fehler #5: "Oh je, Omas Erbstück ist zerkratzt!"

Bei jedem Umzug geht etwas zu Bruch oder wird beschädigt, das passiert selbst Profis. Wer als Unerfahrener zu Werke geht, riskiert jedoch viel höhere Schäden. Schützen Sie Möbel und Geräte deshalb mit Packdecken und idealerweise Schaumstoff als Kantenschutz. Falls einem Ihrer Helfer ein Missgeschick passiert, sollte er über eine Haftpflichtversicherung verfügen. Davon haben Sie sich bestenfalls vor dem Einsatz vergewissert.


Fehler #6: "Langsam wird's schon dunkel"

Wer einen Umzug plant, unterschätzt häufig den Zeitbedarf. Das Ausziehen aus der alten Wohnung, die Möbel dort abzubauen und zu verladen, zur neuen Wohnung zu transportieren und wieder einzuräumen – all das dauert seine Zeit. Doch nichts schadet einem Umzug mehr als Stress. Wirken Sie dem entgegen, indem Sie den Ablauf einerseits exakt planen und zeitliche Reserve einplanen. Andererseits sollten Sie nicht am falschen Ende sparen und den Transporter oder LKW nicht bloß für einen Tag mieten. Ein auf zwei Tage verteilter Umzug verläuft deutlich entspannter.


Fehler #7: "Beim nächsten Mal frage ich gleich nen Profi"

Nach einem mehr oder weniger geglückten Umzug macht sich die Erschöpfung breit und so mancher wünscht sich, das Mammutprojekt von Anfang an in professionelle Hände gegeben zu haben. Ganz nach dem Motto "Hinterher ist man immer schlauer".

Damit es Ihnen nicht so ergeht, machen Sie in Ihrer alten Wohnung eine genaue Bestandsaufnahme. Listen Sie jedes einzelne Möbelstück auf, das geschleppt werden muss. Schätzen Sie außerdem die Anzahl der Umzugskartons für Bücher und Kleinteile. Sie werden überrascht feststellen, wie viele Treppengänge dafür notwendig sind. Umzugsprofis machen es übrigens genauso: Ein Mitarbeiter besucht Sie zu Hause, macht eine Bestandsaufnahme und kalkuliert daraufhin ein Angebot. Nun können Sie abwägen, ob Sie für kleines Geld den Umzugsstress nicht doch lieber an eine Umzugsfirma abgeben wollen.

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